Rolfing ist eine Art Körperarbeit, bei der das tiefe Bindegewebe (auch Faszien genannt) und dadurch die Haltung und Bewegung Ihres Körpers verändert wird. Durch eine spezielle Technik wird das Gewebe umgeformt und Gelenke von unnötigen Einschränkungen befreit. Durch das Lösen von Verspannungen hat der Körper die Möglichkeit, ein neues Gleichgewicht zu finden, sich in der Schwerkraft wieder neu zu ordnen und mehr ins Lot zu kommen. Der Körper wird aufgerichtet, die Haltung erscheint in ihrem Gesamtbild harmonisch.
Eine Sitzung dauert in der Regel 90 Minuten. Manchmal kann Sie eine Sitzung müde machen, manchmal werden Sie sich sehr leicht fühlen. Es wird empfohlen nach der Sitzung viel Wasser zu trinken und sich zu bewegen und dem Körper etwas Zeit geben, die neuen strukturellen Veränderungen zu registrieren.
Rolfing eignet sich für Menschen jeden Alters, es wirkt auf die Körperstruktur, die Haltung und die Bewegung des Menschen ein. Daher ist es möglich, Rolfing bei allen Beschwerden anzuwenden, deren Ursachen in diesen Bereichen zu finden sind. Rolfing eignet sich außerdem für jeden, der nachhaltig etwas für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden tun möchte.
Nach einem kurzen Gespräch, über die vorhergehende Sitzung, folgt ein kurzes Bodyreading, während die Klientin oder der Klient geht, steht oder Bewegungen ausführt. Wir Rolfer können so sehen, wo der Körper unbeweglich bleibt oder sich bestimmte Anteile einer Muskelkette sich nicht ansteuern lassen und/oder Bewegungen kompensiert werden. Es folgt dann die eigentliche strukturelle Arbeit, hauptsächlich auf oder am Behandlungstisch, manchmal auch im Stehen. Das Nachspüren hinterher, ist wichtig für eine bessere Körperwahrnehmung. Jede Sitzung wird ganz indviduell auf die jeweiligen Bedürfnisse des Klienten angepasst. Ursprünglich bestand eine Rolfing-Serie aus 10 Sitzungen. Heute nach jahrelanger Entwicklung von Forschung und Praxis kann diese Zahl entsprechend den individuellen Wünschen des Klienten sowie der Qualifikation und Erfahrung des Rolfers variieren.
Die Sitzungen erfolgen in einem Abstand von ca. zwei/drei Wochen.
Wenn Sie sich krank fühlen, sollten Sie selbstverständlich Ihren Arzt fragen. Zu den spezifischen Beschwerden, bei denen Rolfing nicht angewendet werden darf, gehören Entzündungen und Tumorerkrankungen.
Jeder Mensch spricht anders auf Rolfing an, das Potential zur Veränderung ist bei jedem Klient unterschiedlich. Außer der manuellen Arbeit mit den Faszien, geht es beim Rolfing auch darum, die eigene Körperwahrnehmung zu verbessern und ungesunde Bewegungsmuster durch gesündere zu ersetzen. Für manche Menschen ist das so, wie das erlernen einer neuen Sprache, jeder hat das sein eigenes Lerntempo.
Nichts ist wie es bleibt.....Da jeder von uns sich in einem permanenten Prozess der Veränderung befindet, kann man nach der 10er Serie in größeren Abständen, jederzeit sogenannte Refresher machen, wenn man das Bedürfnis danach hat.
Sind Schmerzen Folgen einer schlechten Statik oder ungünstigen Bewegungsmustern, können sie sicher verbessert werden. Schmerzen haben ihre Ursachen manchmal in ganz anderen Körperregionen, als da, wo sie dann erscheinen. Ein Rolfer behandelt immer den gesamten Körper des Klienten, um ihn in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen. In vielen Fällen können sich so Beschwerden verbessern lassen oder ganz verschwinden.